Einladung 


Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr das Himmelreich nicht sehen.


Das ist die Einladung Gottes in Sein Reich. Und diese Einladung enthält ein Versprechen.


In den Augen der Welt ist es töricht, ein Gemüt haben zu wollen, das dem eines Kindes entspricht. Es ist deshalb töricht, weil die Welt auf das baut, was sie selbst vermag oder glaubt zu vermögen. Doch es geht in eine ganz andere Richtung.


Es ist Gottes Wille, daß Freude und Gesundheit das Leben der Menschen bestimmen. Und beides, Freude und Gesundheit, erlebt der Mensch als leicht. Das ist es, was Gott für uns vorgesehen hat:                                 Leichtigkeit.


Und so hat uns auch der Christus verheißen, daß Seine Last leicht ist.


Und Er mahnt uns, den schmalen Weg, der durch die enge Pforte führt, einzuschlagen. Durch diese Pforte paßt immer nur eine Person. Denn jeder einzelne Mensch ist in den Augen Gottes und Seinem Plan gemäß einzigartig, kein Massenprodukt.


Und deshalb gibt es auch nicht mehrere enge Pforten und enge Pfade für den Menschen zur Auswahl, sondern immer nur den einen Weg und die eine Pforte. Und seine Schwester oder sein Bruder haben ebenfalls ihren Pfad und ihre Pforte.


In Gottes Haus werden sie alle zusammengeführt. Was wie ein ganz individualistischer Weg erscheint, ist es tatsächlich nicht. Denn Gott sieht nicht nur in das Herz des Einzelnen, sondern Er sieht auch in das Herz der Gemeinde. Ohne die Gemeinde führte der Weg in die Vereinzelung, womöglich in die Entfremdung.


Die Lösung dieser scheinbaren Widersprüche besteht in der Erkenntnis und Akzeptanz gegenseitiger Abhängigkeit. Es geht also weder nur um Vereinzelung noch um die Auflösung der Individualität innerhalb der Gemeinschaft.


Kurzum: In der Gemeinde als Leib Christi ist jedes einzelne Mitglied gehalten, die individuellen Grenzen und Räume jedes einzelnen Menschen tunlichst zu respektieren. Gemeinschaft löst diese Grenzen nicht auf, sondern achtet sie. Denn im tiefsten Grunde wird dadurch der individuelle Raum, die individuelle Einzigartigkeit überhaupt erst möglich. Jegliche Form der Ellenbogen-Mentalität würde auf Dauer die Gemeinschaft zerstören.


Was die Gemeinschaft und das einzelne Mitglied zu einem solchen Miteinander befähigt, ist das Wissen um ein gemeinsames Zentrum. Dieses Zentrum hat einen Namen: Christus Jesus.


Er ist das Verbindende zwischen Mensch und Gott. Auf Ihn richtet sich der Blick. Es ist nicht der Blick auf etwas Äußeres, sondern der Blick auf eine innere Macht in jedem Menschen. Diese Macht steht jedermann zu Gebote.


Jedoch erschließt sie sich nicht dem gewohnten rationalen Denken des weltlichen Menschen. Die Leichtigkeit, von der die Rede war, resultiert daraus, daß von diesem verstandes- und gefühlsgelenkten Weltgeschöpf immer mehr zurückbleibt und zurückbleiben muß.


Das ist kein Weg in den Untergang, sondern ist dem Erreichen des rettenden Ufers vergleichbar. Und was da trägt, ist der Name des Erlösers. Darauf und allein darauf zu bauen erfordert ein neues Denken, ein kindliches Gemüt.


Das ist die Einladung des Gottessohnes, weil Er uns Menschen an Seiner Macht und Barmherzigkeit teilhaben lassen will. Und ein zentrales Anliegen Gottes ist es, den kranken Menschen durch die Kraft Seines Namens Heilung zu bringen. Denn was den Menschen unmöglich ist, ist Gott möglich.


Unser Lehr-, Gebets- und Heilungsdienst hat sich dieser Aufgabe verschrieben.